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Rebsteiner Chayoten

Chayote -  zarter Liebling in der Küche

Die Chayote (Germüsebirne) ist zwar ein stacheliger Geselle! Unter dem grausamen Äusseren verbirgt sich aber ein zartes Gemüse. Die Chayote ist eine der wenigen Pflanzen, von denen alle Teile gegessen werden können. Tönt spannend, nicht?

 

Ich habe sie in Rebstein angebaut und bin begeistert von ihrer Vielseitigkeit! 

 


Chayote - Das Wundergemüse

Chayote und Zwiebel unter dem Wasserstrahl mit Spiegelung
Die Chayote macht in der leichten Küche eine gute Figur!

Eigenschaften

Die Chayote ist mit den Gurken verwandt. Im geschälten Zustand kann sie mit Kohlrabi verglichen werden - nur dass sie im Geschmack wesentlich neutraler ist. Sie besteht überwiegend aus Wasser, enthält aber Vitamin C, die Mineralstoffe Kalium, Kalzium und Eisen. Die Stängel enthalten viel Vitamin A. Das kleine "Stachelschwein" ist sehr gesund.

 

Verwendung

Grundsätzlich ist die ganze Pflanze inkl. Wurzeln essbar. Der Kern der stacheligen Frucht wird als Delikatesse mitgegessen. Wir verwenden die Chayote auf ganz unterschiedliche Weise.

  • roh mit einer Dip-Sauce
  • als knackige Würfelchen im Salat
  • als Beilage, ähnlich wie Kohlrabi
  • als Ofengemüse
  • gegrillt oder gebraten

Chayote schälen

Ganz ohne hinterlistigen Stich geht es selten, doch mit etwas Übung lässt sich die Chayote widerstandslos schälen. Ich habe mit dem wirklich guten Edelstahl Sparschäler von Börner gute Erfahrungen gemacht. Er hat einen stabilen Griff, sodass ich die Finger nicht nahe den Stachel halten muss. Alternativ kann sie mit einem Küchenmesser geschält werden.

Chayote mit Sparschäler
So schäle ich die Chayoten mit dem Börner Sparschäler
Aufgeschnittene Chayote mit Kern
Der Kern der Chayote kann als Delikatesse gegessen werden.

Ursprung:

Die Chayote hat ihren Ursprung bei den Azteken und Maya. Heute wird sie in vielen subtropischen Ländern angebaut. In den letzten Jahren treffen wir sie vermehrt in den Gärten des Rheintals an.

 

Arten:

Es gibt auch Chayoten ohne Stacheln!

 

Anbau:

Im Laufe der Überwinterung in einem kühlen Keller fängt die Chayote an zu keimen. Sobald die letzten Frostnächte vorbei sind muss das "Stacheltier" nur auf lockeren Boden gelegt werden. (nur halb eingraben) Lange Zeit zeigt die Pflanze scheinbar kein Wachstum. Sobald die Wurzeln ausgebildet sind geht es richtig los! Die Ranken wachsen schnell und benötigen schon bald ein Gerüst, woran sie hochklettern können. Die Ranken werden abgebrochen, damit es mehr Triebe und somit mehr Früchte gibt.

 

Lagerung:

Kurz bevor im Spätherbst die Temperaturen unter 0 Grad fallen ernte ich die noch nicht verzehrten Früchte, lege sie in eine grosse Box und decke sie mit einem Jutesack zu. Dunkel und möglichst kühl gelagert halten die Chayoten fast bis zum Frühling, bevor sie dann austreiben. -> Nicht vergessen einige Früchte für die Pflanzung zu reservieren!

 

Vermehrung:

Die Chayote ist gleichzeitig Frucht und Samen zugleich. Du darfst einfach nicht alle aufessen ;-) Siehe nachfolgendes Video!

 

Weitere Infos:

Siehe folgendes Video. Viel Spass!

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Kommentare: 3
  • #1

    Rita Wandeler (Donnerstag, 22 Februar 2024 15:19)

    Wo kann ich dieses Gemüse kaufen ( Samen/ Frucht)

  • #2

    Helen Dietsche (Freitag, 01 März 2024 14:09)

    @Rita: Am besten eine Frucht in die Erde Pflanzen, die Keimen im Februar und das gibt dann eine kräftige Pflanze. Wo wohnst Du?

  • #3

    Su-Kyung Croci (Samstag, 30 März 2024 07:55)

    Ja, wo bekommt man Chayote mit Stacheln, zum pflanzen im Garten?